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Katatonia

Nightmares As Extensions Of The Waking State

Napalm
VÖ: 2025

Melancholisch-schwere Komplexität

Frontmann Jonas Renkse und Gitarrist Anders Nyström, die Katatonia 1991 gegründet hatten, gehen fortan getrennte Wege. An Nyströms Stelle treten mit Nico Elgstrand und Sebastian Svalland gleich zwei Gitarristen, die nun mit Renkse die Katatonia-Linie der letzten Jahre fortführen. Das sperrig betitelte 13. Studio-Album der Schweden nimmt den Faden des Vorgängers Sky Void Of Stars auf und spinnt die Zusammenführung von Progressive Metal und melancholisch-schwermütigem Rock weiter, über die Renkse sein Lamento legt wie ein schwarzes Tuch. Die Wucht, mit der sich manches Stück auf Sky Void Of Stars Bahn schlug, sucht man hier nun nahezu vergebens. In ›The Liquid Eye‹ und ›In The Event Of‹ drängen sich kurzzeitig weite, erhabene Melodiebögen in den Vordergrund, deren heller Schein indes schnell wieder erlischt. Das Album wird über weite Strecken von fragil anmutender Komplexität bestimmt, die Reifezeit und uneingeschränkte Aufmerksamkeit vom Hörer einfordert. Man sollte sich drauf einlassen.

(8/10)

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