Revolution Saints

Rise

Frontiers
VÖ: 2020

Rolle rückwärts

Hatten sich die drei prominenten Mitglieder der Revolution Saints beim letzten Album Light In The Dark aktiv ins Songwriting eingeschaltet und dem Material ihren persönlichen Stempel aufgedrückt, sind Schlagzeuger und Sänger Deen Castronovo, Gitarrist Doug Aldrich sowie Bassist und Sänger Jack Blades nun wieder ganz auf dem vorbestimmten Kurs. Melodischer AOR im Journey-Stil war schließlich die Marschroute, die auf dem Debütalbum 2015 ausgerufen wurde. Und auch wenn die Musik auf Rise demzufolge eher wie ein Malen-nach-Zahlen-Bild entstanden ist als durch echte Inspiration, ist das Ergebnis doch beeindruckend. Die von der italienischen Wunderwaffe Alessandro Del Vecchio geschriebenen und produzierten Stücke gehen schnell ins Ohr und sind von den amerikanischen Musikern handwerklich herausragend umgesetzt worden. Und mit Castronovos stark an Steve Perry angelehnte Stimme ist der Journey-Bezug allgegenwärtig. Ganz egal, welche Motivation hinter Nummern wie ›When The Heartache Has Gone‹, ›Higher‹ oder ›Coming Home‹ steckt — solange das Resultat dermaßen überzeugend ausfällt, ist Kritik am System müßig.

(8.5/10)

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