»Ein Album um des Albums willen ist für uns nicht mehr attraktiv.« So fasste 2022 Gitarrist Frank Hannon die Haltung seiner Band Tesla zu einem neuen Studiowerk zusammen. Statt einen Nachfolger für Shock (2019) zusammenzustellen, sollten in Zukunft nur noch einzelne Songs erscheinen. Zu den damals schon veröffentlichten ›Cold Blue Steel‹ (2021) und ›Time To Rock‹ (2022) gesellte sich 2025 noch ›All About Love‹ — in gleich vier unterschiedlichen Versionen, die gesammelt als Vinyl-EP erschienen.
Die nun erfolgte Vertragsunterzeichnung legt nahe, dass sich dieser Modus Operandi ändern könnte. In ihrer Pressemitteilung schreibt Frontiers Records: »Mehr als vierzig Jahre nach ihrer Zeit als kalifornische Clubband machen Tesla noch immer das, was große Bands eben machen: Musik mit Bedeutung. Inspiriert von Ikonen wie Elvis Presley, Freddie Mercury, Sam Cooke, David Ruffin, Etta James und James Brown zeigt ihre neue Musik die ihnen eigene Dynamik und werfen ein besonderes Scheinwerferlicht auf die außergewöhnliche Stimme von Jeff Keith.«
Weitergehende Informationen gaben beide Parteien noch nicht preis. Möglicherweise handelt es sich bei der bevorstehenden Veröffentlichung auch um ein Cover-Album: Zumindest verriet Hannon im November 2025 in einem Interview, dass Tesla genau daran arbeiten — und das sich, abgesehen von der versprochenen neuen Musik, im Wortlaut mit dem deckt, was auch Frontiers in ihrer Stellungnahme in den Mittelpunkt stellen. »Wir arbeiten an einer Song-Kollektion, die Jeff Keiths Können als Sänger präsentieren soll. Wir haben einige obskure Klassiker auf dem Schirm, die man so nicht von uns erwartet.«
Als Beispiele nannte er später etwa den Supertramp-Klassiker ›Give A Little Bit‹, den sie bereits in ihr Liveset aufgenommen haben, aber auch eine Neu-Aufnahme von ›I Love You‹, das im Original von der Climax Blues Band stammt — und das sie bereits 2011 in einer halb-akustischen Version für Twisted Wired & The Acoustic Sessions interpretierten. »Aber wir haben auch einige wirklich abseitige Nummern in Planung, zum Beispiel Songs von den Temptations. Jeff hat sich die meisten Nummern ausgesucht. Und unser Bassist Brian Wheat, der auch produziert, ist gewissermaßen die Speerspitze des Projektes.«








