DeWolff

Tascam Tapes

Mascot
VÖ: 2020

Sympathisches Lo-Fi-Experiment

Wer kennt es nicht, das vierspurige, mobile Aufnahmegerät des Herstellers Tascam, auch Portastudio genannt, das vor allem in den Achtzigern fast zur Grundausstattung eines jeden Musikers gehörte? Das kleine Wunder wurde damals in erster Linie für die Aufnahme von Demo-Cassetten genutzt. Doch mit genau einem solchen in die Jahre gekommenen Gerät hat das niederländische Power-Trio DeWolff in einem gewagten Lo-Fi-Experiment sein neues Album aufgenommen.

Und: Man hört’s! Die kurzen Songs sind auf Drum-Samples, Synthesizer, Gitarre und Gesang reduziert, erinnern also nur vage an den sonst so fetten Sound des Trios. Erfreulicherweise fördern gerade die einfachen Mittel das Soulige (etwa in ›Nothing’s Changing‹, ›Love Is Such A Waste‹) und das Bluesige (›Made It To 27‹, ›Awesomeness Of Love‹) in ihrer musikalischen DNS zutage. Tascam Tapes ist zunächst gewöhnungsbedürftig, aber letztlich eine überraschende, teils schräge und durchaus unterhaltsame Begegnung mit diesen jetzt noch sympathischeren Musikern.

(8/10)

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