Es ist das Ende einer großen Karriere, die in den ausgehenden sechziger Jahren in Cannock im westenglischen Staffordshire seinen Anfang nahm: Hier, in seinem Geburtsort, spielte Glenn Hughes zunächst bei Finders Keepers, aus denen sich später Trapeze entwickeln sollten. Internationale Bekanntheit erlangte der singende Bassist indes durch sein Engagement bei Deep Purple, denen er von 1973 bis 1976 vorstand — eine Karrierephase, die ihm 2016 einen Platz in der Rock And Roll Hall Of Fame einbrachte. In den folgenden fünf Dekaden spielte er außerdem bei Black Sabbath sowie in der Soloband von Gary Moore und führte die Supergroups Black Country Communion und The Dead Daisies an.
Mit letztgenannter Band hätte er eigentlich im Oktober noch ein Konzert im kalifornischen Agoura Kills spielen sollen. Doch dazu wird es nicht mehr kommen: Über seine Social-Media-Profile verkündete Hughes mit sofortiger Wirkung seinen Rückzug von der Bühne — aus dringenden medizinischen Gründen.
»Im vergangenen Jahr hatte ich mit einigen gesundheitlichen Problemen zu kämpfen«, so Hughes. »Die Resultate diverser MRTs und CTs sowie einem Echokardiogram haben mein medizinisches Team veranlasst, eine weitere Operation am offenen Herzen zu veranlassen. Da meine Gesundheit meine die höchste Priorität hat, bleibt mir keine andere Wahl. Ich bin dankbar, für ein Leben voller Musik erwählt worden zu sein. Danke, das ihr diesen Weg mit mir gegangen seid.«
Das aller Voraussicht nach letzte Konzert von Glenn Hughes, der am 21. August seinen 75. Geburtstag feiert, fand damit wohl am 30. Mai statt: Unter dem Namen The Purple Daisies spielte er an diesem Tag mit den Instrumentalisten der Dead Daisies. Im Arcada Theatre präsentierte die Formation ein Programm, das jeweils zur Hälfte aus Liedern der Daisies und Nummern aus Hughes' Phase bei Deep Purple bestand.








