Zehn Jahre nach dem letzten Album der Kanadier sind die Erwartungen an ihr siebtes Album hoch. Denn Finger Eleven gehören zu den Geheimtipps aus der Nu-/Modern-Metal-Hochzeit der Nuller-Jahre, weil sie immer überrascht haben. Ihr Debüt vor dreißig Jahren entstand noch unter dem Namen Rainbow Butt Monkeys und verwirrte mit einer Melange aus Funk, Rock, Pop und Metal. Nach Namens- und Soundänderung gelang der Durchbruch mit der dritten Scheibe The Greyest Of Blue Skies (2000) und zwei Platin- und Gold-Alben in Nordamerika. 2024 gingen sie mit Creed auf Arena-Tour und danach ins Studio, um durch ein neues Album ihre Relevanz zu erhalten. Nach der verqueren Eröffnung ›Adrenaline‹ zeigt das Quintett um Sänger Scott Anderson mit ›Blue Sky Mystery‹ (und Filters Richard Patrick) sowie den Rhythmus-Rockern ›Perfect Effigy‹ und ›The Mountain‹, dass es auch mit über 50 noch reichlich Dampf erzeugen kann. Dazwischen öffnet das Emo-Kino mit atmosphärischen Balladen wie der perfekten Pink Floyd-Huldigung ›Body And Mind‹, dem akustischen Titelstück und dem an Berlins ›Take My Breath Away‹ erinnernden ›Wall Dogs‹.







