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Greta Van Fleet

Ende oder Neuanfang?

Greta Van Fleet sorgen mit einem kryptischen Video namens ›Thanks For The Wild Ride‹ für Spekulationen: Deuten die Vintage-Rocker damit eine Auflösung an? Oder die Veröffentlichung eines Nachfolgers von Starcatcher (2023)?

TEXT: MAXIMILIAN BLOM |FOTO: Neil Krug

Kaum einer Rock-Formation ist in der vergangenen Dekade ein so steiler Aufstieg gelungen wie Greta Van Fleet: Schon mit ihrer Debüt-EP Black Smoke Rising (2017) erreichten sie die US-Albumcharts; ihr zweites Kurzformat From The Fires wurde im gleichen Jahr mit einem Grammy ausgezeichnet. Ihren an Led Zeppelin und elektrischem Blues geschulten Sound der Frühphase dickten sie auf ihren späteren Werken mit Prog- und Psychedelic-Manierismen an. Ebenfalls mit Erfolg, wie Top-Platzierungen in den internationalen Hitparaden ebenso bewiesen wie ein stets wachsendes Live-Publikum.

Nach dem Ende ihrer Rundreise zum bisher letzten Studiowerk Starcatcher (2023) wurde es allerdings ruhig um die Band. Gitarrist Jake Kiszka schob stattdessen sein Nebenprojekt Mirador an, deren selbstbetiteltes Album-Debüt im vergangenen September erschien; gemeinsam mit Bass spielenden Bruder Sam war er außerdem im Springsteen-Biopic Deliver Me From Nowhere zu sehen. 



Nun erfolgt ein kryptisches Lebenszeichen der Band in Form eines 51-sekündigen Clips: Darin zu sehen sind Live- und Studioszenen der Band; flankiert werden sie von den Worten »Danke für die wilde Reise. In Liebe: Josh, Jake, Sam & Daniel.« Weitere Infos lieferte die Truppe aus Frankenmuth in Michigan nicht — was Raum für Spekulationen lässt: Denkbar ist ob des Textes etwa eine Auflösung der Band. 

Es könnte sich aber auch um den Auftakt für die Promotion eines neuen Albums handeln. Dafür sprechen etwa die im Video genutzten Songs: Zu hören sind Ausschnitte aus ›Highway Tune‹, ›When The Curtain Falls‹, ›My Way Soon‹ und ›Meeting The Master‹ — die jeweiligen Lead-Singles von Black Smoke Rising sowie ihrer drei Alben Anthem Of The Peaceful Army (2018), The Battle At Garden's Gate (2021) und Starcatcher. In den letzten Sekunden des Clips ist außerdem ein bisher unbekanntes Musikstück zu hören. Ebenfalls zumindest auffällig ist der Veröffentlichungszeitpunkt: Der Clip erschien exakt drei Jahre und einen Tag nach dem Musikvideo zu ›Meeting The Master‹.


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