Zwei Alben innerhalb von drei Jahren: Das gelang Peter Gabriel zuletzt in den frühen achtziger Jahren mit Peter Gabriel III (1980) und Peter Gabriel IV (1982). i/o und o/i sind nicht nur hinsichtlich des Namens und des Veröffentlichungs-Modus miteinander verbunden, sondern auch inhaltlich.
In den Texten beider Alben geht um unsere Beziehung zur Natur, den Lauf der Zeit, den wachsenden Einfluss der Technologie auf unser Leben und die Frage nach unserem Platz in der Welt. »Die Songs sind eine Mischung aus Gedanken und Gefühlen«, erklärt Gabriel. »ch habe über die Zukunft nachgedacht und darüber, wie wir auf sie reagieren könnten. Wir gleiten in eine Phase des Wandels, wie wir sie noch nie erlebt haben – höchstwahrscheinlich ausgelöst durch drei Wellen: KI, Quantencomputer und die Gehirn-Computer-Schnittstelle.«
»Wir sind nicht – und waren es auch nie – die ausschließlich selbstbestimmten, unabhängigen Wesen, für die wir uns halten«, so der 76-Jährige weiter. »Wir hatten das Gefühl, dass uns alles zusteht, dass alles zu unserem Nutzen existiert – als sei uns die Welt überlassen worden, damit wir sie nach Belieben ausbeuten können. Doch wir sind etwas anderes: ein Teil der Natur, ein Teil von allem. Und wenn wir diese Verbindung spüren, mit dem Hintern wackeln und ein wenig Liebe geben und empfangen, kann uns das helfen, unseren richtigen Platz zu finden – und uns ein großes Lächeln ins Gesicht zaubern. So sehe ich die etwas klobigen Teile – i/o: Das Innere findet einen neuen Weg nach draußen, und o/i: Das Äußere findet einen neuen Weg nach innen.«
o/i erscheint am 27. November und wird — eine weitere Parallele zu i/o — in zwei unterschiedlichen Mixen zu bekommen sein: Dem von Mark „Spike“ Stent erstellten Bright-Side-Mix und dem Dark-Side-Mix von Tchad Blake. Veröffentlicht werden sie entweder als 4CD-Set oder als zwei separate Doppel-LPs.
Als Musiker unterstützten Gitarrist David Rhodes, Bassist Tony Levin und Schlagzeuger Manu Katché den früheren Frontmann von Genesis. Ebenso waren seine Tourband beteiligt und das New Bood Orcestra, der Soweto Gospel Choir und der schwedischen Männerchor Orphei Drängar. Als Gastmusiker trugen des weiteren unter anderem Keyboarder Brian Eno und Gabriels Tochter Melanie zum Werk bei.
Die Titelliste von o/i:
01. Been Undone
02. Put The Bucket Down
03. What Lies Ahead
04. Till Your Mind Is Shining
05. Won’t Stand Down
06. Who Are We Talking To?
07. Yes, It Will Go
08. One By One
09. A Hard Lesson
10. Face The Wall
11. I Belong To The Sky
12. Looking For The Happy
13. Sacrament
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