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Devin Townsend

Devolution Series #1 – Acoustically Inclined, Live In Leeds

InsideOut
VÖ: 2021

Intergalaktische Abfahrten, irdische Erzählungen

Auf Live In Leeds frönt Devin Townsend melancholischen New-Age-Klangreisen wie er sie bereits auf Ghost zu Gehör brachte. Bisweilen erklingt die Singer/Songwriter-Kleinkunst in einer spontanen, gelösten Atmosphäre. Nach dem wahnwitzigen Genre-Kaleidoskop Empath hat der Kanadier mit seinen Solo-Performances einen Ort der inneren Einkehr geschaffen. Diese Gig-Nachlese dient als Aufschlag zu einer Reihe von Live-Veröffentlichungen.

Ob verstärkt oder entzerrt; markant gerät der raumgreifende Sound, der sich aus voluminösem Hall, dezenten Synth-Flächen, der sphärischen Akustikgitarre und der exaltierten, mit Effekten versehenen Stimme zusammensetzt. ›Love?‹ von Strapping Young Lad, im Original ein monumentaler Brecher mit verschlungenem Single-Note-Riff, morpht Townsend hier in eine dezente Version mit Jazzeinlagen und Spoken-Word-Einwürfen, in denen er seine Entertainmentqualitäten offenbart. Intergalaktische Abfahrten wechseln ab mit allzu irdischen Erzählungen. Wie Mikro- und Makrokosmos interagieren, zeigt die Genese von Ziltoid, der aus einer Handpuppe für Townsends Sohn entstanden ist und mittlerweile ein eigenes Kapitel im Werk des Musikers ausmacht.

Keine Wertung
TEXT: YAN VOGEL

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