Ihre achte Platte sei selbstbetitelt, weil sie die Essenz der Band widerspiegele, so Alter Bridge im Vorfeld. Keine Keyboards, keine Experimente wie auf früheren Werken. Das stimmt. Das einstündige Album bietet überlange Songs, die musikalische Qualität ist wie immer hoch. Es fehlt allerdings die emotionale Bindung zum Hörer. Dieser Modern Metal wurde komponiert, um zu gefallen, nicht um des Ausdrucks willen. Man könnte ihn als steril bezeichnen. Tatsächlich gibt es nur einen einzigen authentischen Moment auf dieser Scheibe, und zwar im Opener ›Silent Divide‹, als Sänger Myles Kennedy sich in Sekunde 2:44 zu einem spontanen „Woah“ hinreißen lässt. Sonst hört man, was man von Alter Bridge erwartet: eingängige Refrains wie in ›Rule The Day‹, unerwartete Breaks (›Trust In Me‹ mit einer ›For Those About To Rock‹-Hommage) und das gelungene Wechselspiel zwischen Kennedy und Gitarrist Mark Tremonti am Mikro in ›Trust In Me‹ und ›Tested And Able‹. Die Ballade ›Hang By A Thread‹ plätschert dahin, der bis dato mit über neun Minuten längste Song ›Slave To Master‹ ist noch langweiliger als die letzten Zehnminüter von Iron Maiden. Und das will was heißen. Kennedy und Tremonti konstruieren ihre Songs offenbar nach einem vorgefertigten Schema, man vergleiche etwa ›Rule The Day‹ mit ›What Lies Within‹. Ein Textbaustein wie „I should have known it from the start“ kommt ebenfalls beide Male vor.
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