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Michael Thompson Band
Frontiers
VÖ: 2020
Die AOR-affinen Westcoast-Rocker sind in Europa nie in Tritt gekommen. Trotz kompetent-solider Alben wie Future Past oder ihrem 1989 erschienenen Debüt How Long und einer stilistischen Nähe zu Toto oder der von weltmusikalischen Verzierungen befreiten Dave Matthews Band.
Ten Years After
Butler
VÖ: 2019
Das im März 2018 in Erfurt aufgenommene Naturally Live vereint Klassiker und etliche Songs aus A Sting In The Tale (2017). Der junge Marcus Bonfanti singt erdig wie ein alter Blueser, sein Gitarrenspiel ist einen Tick traditionsbewusster als das seines Vorgängers Joe Gooch. Er übertreibt auch nicht und demonstriert in ›One Of These Days‹, wie man solistisch auf den Punkt kommt, ohne sich leerzudaddeln.
Bruce Soord
Kscope
VÖ: 2019
Bruce Soord, musikalischer Kopf von The Pineapple Thief, stellt auf seinem zweiten Solo-Album neue intime Songs vor. Darunter einige wenige, die man sich allein aufgrund ihrer Melodieführung durchaus im üppigen Gewand seiner Stammband vorstellen kann. Hier allerdings arbeitet er weitgehend mit sehr sparsamen Arrangements.
Slayer
Nuclear Blast
VÖ: 2019
Das letzte Konzert ist noch nicht gespielt, da beginnen Slayer schon mit der Vermarktung ihrer Abschiedstournee. Vor mehr als zwei Jahren im geschichtsträchtigen Forum in Los Angeles aufgenommen, bieten die kalifornischen Totschläger den zuletzt üblichen Mix aus Klassikern.
Running Wild
Steamhammer
VÖ: 2019
Das Positive vorne weg: Produktionstechnisch scheinen sich Rock’n’Rolf und seine Crew langsam wieder zu fangen. So richtig lebendig tönt jedoch auch diese EP nicht, aber vor allem aus Shadowmaker- (2012) und Resilient-Tagen (2013) ist man noch ganz anderes Elend gewohnt.
Thorbjørn Risager & The Black Tornado
RUF
VÖ: 2020
Gut fünf Jahre nach dem Meisterwerk Too Many Roads, auf dem die geballte Energie dieser sieben Mann starken Truppe zwischen Blues, Rock’n’Roll und R&B ihre höchste Vollendung fand, nimmt Frontmann Risager nun die Zügel in die Hand.
Revolution Saints
Frontiers
VÖ: 2020
Hatten sich die drei prominenten Mitglieder der Revolution Saints beim letzten Album Light In The Dark aktiv ins Songwriting eingeschaltet und dem Material ihren persönlichen Stempel aufgedrückt, sind Schlagzeuger und Sänger Deen Castronovo, Gitarrist Doug Aldrich sowie Bassist und Sänger Jack Blades nun wieder ganz auf dem vorbestimmten Kurs.
Retrospective
Just For Kicks
VÖ: 2019
Nicht kleckern, sondern klotzen: Die polnische Band setzt bei ihrer Spielart von Progressive Rock auf die volle Breitseite — Keyboards, Gitarren, Gesang stehen meist im Raum wie eine Wand. Dazu roboterhaft geradliniges Drumming ohne Experimente und ohne Inspiration.
Rage
Steamhammer
VÖ: 2020
Seit dem Einstieg von Gitarrist Marcos Rodríguez und Drummer Vassilios „Lucky“ Maniatopoulos 2015 scheint Peter „Peavy“ Wagner im Speziellen in einen musikalischen Jungbrunnen gefallen zu sein. Wie schon auf ihren letzten beiden Alben The Devil Strikes Back (2016) und Seasons Of The Black (2017) strahlen die Heavy/Power-Metaller aus dem Ruhrgebiet wieder eine verloren geglaubte Spielfreude aus.
Praying Mantis
Frontiers
VÖ: 2019
Vom Glück begünstigt waren die Brüder Chris und Tino Troy nie. Mit ihrem Debüt Time Tells No Lies verordneten sie der britischen Heavy-Metal-Welle eine gute Portion Melodie, vergaben aber eine Erfolgschance mit dem Verzicht, Russ Ballards ›I Surrender‹ aufzunehmen, mit dem Rainbow später einen veritablen Hit landeten.
Ohrenfeindt
Metalville
VÖ: 2019
Auch wenn sie immer wieder gerne als AC/DC mit deutschen Texten bezeichnet werden, sind die Riff-Rocker vom Hamburger Kiez absolute Originale: Seit 2003 hat Sänger und Bassist Chris Laut mit seiner Band acht meist sehr gute Alben veröffentlicht, auf denen ihre Musik immer vollmundiger, ihre Arrangements pfiffiger und der Wortwitz ihrer aus dem Leben gegriffenen Textgeschichten immer reifer und charismatischer wurde.
North Mississippi Allstars
PIAS
VÖ: 2019
Up And Rolling, das zehnte Album der North Mississippi Allstars, ist ein äußerst facettenreiches Hörerlebnis, das von der Spiel- und Singfreude und erstaunlichen Lockerheit der beteiligten Musiker lebt. Nach wie vor bildet bei Luther und Cody Dickinson der Blues ihrer Mississippi-Vorbilder das Fundament.
No-Man
Caroline International
VÖ: 2019
Für Strukturhörer ist die neue Steven Wilson/Tim Bowness-Kollaboration ein Graus. Simple Harmonien, repetitive Melodien und straighte Beats prägen das Comeback von No-Man. Waren die Werke der Vergangenheit ansehnliche Art-Pop-Produktionen mit elektro-affinen Momenten, herrscht hier das Diktat moderner Genres wie EDM und Synth Wave.
Nightwish
Nuclear Blast
VÖ: 2019
Der Titel ihres neuen Live-Albums umreißt dessen Inhalt recht präzise: Aufgenommen im Rahmen der gleichnamigen Best-of-Rundreise im September 2018 in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires, bieten Nightwish auf Decades: Live In Buenos Aires einen Ritt durch alle bisherigen Schaffensphasen.
Motorjesus
Drakkar
VÖ: 2019
»Mögt ihr Schweinerock?«, fragt Frontmann Chris Birx das Publikum in der Ansage zu ›The Dead Army‹ — und das ist im Grunde die einzig relevante Frage bei diesem Album. Strotzen die Mönchengladbacher Heavy-Rocker schon auf ihren Studio-Werken vor Spielfreude, geben sie auf Live Resurrection nochmal mehr Gas.
Van Morrison
Universal
VÖ: 2019
Noch so eine fabelhafte Van Morrison-Platte. Die Schlagzahl, mit der der nordirische Grantler in letzter Zeit zu Werke geht, ist geradezu beängstigend: Three Chords & The Truth ist sein sechstes Album binnen zwei Jahren, qualitative Einbußen sind auch hier nicht zu beanstanden.
Moon Chamber
No Remorse
VÖ: 2019
Gerade für NWoBHM-Spürhunde klingt das Konzept von Moon Chamber absolut traumhaft: Saracen-Gitarrist Rob Bendelow, sein Keyboarder Paul Bradder und Pagan Altar-Trommler Andy Green haben sich mit Crystal Viper-Frontfrau Marta Gabriel zusammengetan, um epischen Metal der britischen Früh-Achtziger-Schule mit gelegentlichen Ausflügen in Prog- und Doom-Gefilde zu spielen.
Molly Hatchet
Steamhammer
VÖ: 2019
Von Schicksalsschlägen sind die Südstaaten-Rocker Molly Hatchet wahrlich nicht verschont geblieben. Im April verstarb Frontmann Phil McCormack, der seither von Jimmy Elkins ersetzt wird, und so gerät Battleground, jüngst mitgeschnitten auf ihrer diesjährigen Konzertreise in Amerika, der Schweiz und Deutschland, auch zum Andenken an ihren langjährigen Sänger.
Magoria
Butler
VÖ: 2019
Mark Bogerts (Knight Area) ist der Mann hinter diesem Projekt: einem prall gefüllten Gemischtwarenladen überbordenden Bombasts, metallischer Gitarren und progressiver Einschübe. Jtr1888 zeichnet die Geschichte des Serienkillers Jack the Ripper nach, und selbstredend braucht es dazu eine starke Truppe: Gleich neun Sänger und Sängerinnen und sechs Musiker werfen sich hier in die breite Brust.
Magnum
Steamhammer
VÖ: 2020
Tony Clarkin ist ein Phänomen. Zwanzig Studio-Alben gehen auf das Konto des Gitarristen, und bis auf wenige Ausnahmen hat er sämtliche Stücke im Alleingang geschrieben. Dass es dem Engländer nicht an Inspiration mangelt, lässt sich auch auf The Serpent Rings feststellen.
Lovekillers feat. Tony Harnell
Frontiers
VÖ: 2019
Sänger Tony Harnell und Gitarrist Ronni LeTekrø bildeten bei der amerikanisch-norwegischen Gemeinschaft TNT ein Reibung erzeugendes Kreativ-Duo, das menschlich nicht immer harmonierte, in Intuition und Tell No Tales aber zumindest zwei bis heute bei Freunden des melodischen, Gitarre-basierten Hardrocks hochverehrte Perlen kreierte.

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