In ihrer etwas über zwanzigjährigen Geschichte hat sich die kanadische Band kontinuierlich zu einem der besten Vertreter des Retro-Rock entwickelt. Das wird besonders deutlich auf ihrem achten Album: eine wunderbar entspannte und extrem entstressende Scheibe. Denn die Sheepdogs schaffen es immer wieder, einen Flow zu generieren, der auch nach dem x-ten Durchlauf nicht langweilt. Hier fließt ein Song in den anderen, obwohl die unterschiedlichen Stile auf dem Papier nicht zueinander passen. Da sind coole Rocker wie der Opener ›Nobody But You‹ mit seinem Sixties-Groove, das Titelstück mit seinem Tom Petty-Charme, die Thin Lizzy-Gitarren und ELO-Melodien in ›I Do‹, der abgehangene Country in ›Playing All Night Long‹, das langsame, von The Band inspirierte ›Take A Look At Me Riding‹, ›All I Wanna Do‹ mit seiner Anreihung von Refrains. ›Bad For Your Health‹ klingt wie eine Sechziger-Version von Weezer mit einem fantastischen Solo, ›Breezy‹ könnte eine Coverversion aus den Siebzigern sein. ›The Owl‹ transportiert eine angenehme Pink Floyd-Atmosphäre, selbst die Bläsersätze im an Santana erinnernden Instrumental-Jam ›The Yellow Line‹ nerven nicht, und auf ›Out All Night‹ wären Bachman-Turner Overdrive sehr stolz gewesen. Schon jetzt eine der besten Platten des jungen Jahres 2026.
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